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Die Sprache der Giraffe

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Art.Nr.: JV-707
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Bitschnau, Karoline
Die Sprache der Giraffen
Zur Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Wie die GFK Ihr Leben verändern kann

1. Auflage, 2008.09.25
256 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-707-4

Es gibt viel theoretisches Wissen über Kommunikation. Aber wie kann dieses Wissen in eine breite Praxis integriert und umgesetzt werden? Trotz aller Modelle und Theorien lässt sich eine stetige Zunahme an Gewalt und damit Nicht-Verständigung verzeichnen. Auf der Suche nach einem Modell, das gleichsam praxistauglich ist, lernte die Autorin die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg kennen. Im vorliegenden Buch, einer überarbeiteten Fassung ihrer Dissertation, erörtert Karoline Bitschnau u.a., wie die Gewaltfreie Kommunikation die Reflexions- und Konfliktfähigkeit erweitern kann und inwieweit eigene Entwicklungsprozesse bewusst gestaltet werden können. Sie beschäftigt sich mit den gesundheitsfördernden Effekten emotionaler und sozialer Kompetenz und damit, wie Menschen zu einer erweiterten Handlungsfähigkeit gelangen und ihr Leben so immer bewusster gestalten können. Dieses Buch bietet u.a. grundlegende Einblicke in jene bewährten Konzepte und Modelle, die die Basis für eine Gewaltfreie Kommunikation darstellen sowie spezifisches Wissen darüber, wie soziale Kompetenzen erweitert und gefördert werden können.

 

LESEPROBE

Im Prozess der Gewaltfreien Kommunikation geht es weder darum, zu gewinnen oder zu verlieren, noch darum, bestimmte Strategien durchzudrücken. Es geht um das, was Covey (2000, S. 249f) synergistische Kommunikation nennt. Es geht also um mehr als Kompromisse, nämlich darum, dass zwei Menschen so lange kommunizieren, bis sie gemeinsam zu einer Lösung finden, mit der beide wirklich einverstanden sind und mit der sich beide wohlfühlen. Das Ziel ist letztlich nicht unbedingt nur eine dritte Alternative, sondern eine vierte, fünfte oder sogar sechste Möglichkeit, bei der die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden. Im Konfliktmanagement ist diese Vorgehensweise als Win-Win-Prinzip bekannt (vgl. Fischer/Ury/Patton 2006). Dies setzt ein ehrliches und authentisches Einlassen auf Situationen, ein gegenseitges Wahrnehmen der jeweiligen Bedürfnisse und die Bereitschaft zur gemeinsamen Suche nach alternativen Strategien voraus. Dahinter steht letztlich eine bestimmte innere Haltung, mittels derer mentale, emotionale, psychologische und soziale Unterschiede zwischen Menschen gewürdigt werden. Dies nennt Covey die Essenz von Synergie, und er sieht in der "Erkenntnis, dass jeder Mensch die Welt nicht so sieht, wie sie ist, sondern so, wie er ist", den Schlüssel zur Wertschätzung dieser Unterschiede (Covey 2000, S. 253).

Ich schließe diesen Teil mit den Angaben einer 42jährigen Verwaltungsbeamtin, die sich zuerst mit Schulz von Thun und dem Bohmschen Dialog auseinandersetzte und dann mit der Gewaltfreien Kommunikation einen Weg fand, ihre Ideale auch in der Praxis des alltäglichen Lebens umzusetzen. Sie hatte sich zum Zeitpunkt der Befragung seit drei Jahren mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigt, hatte bis dahin 50 Seminartage besucht und über den Zeitraum von drei Jahren an einer Übungsgruppe (sechs bis acht Stunden im Monat) teilgenommen. Sie spricht zusammenfassend alle bisher beschriebenen Bereiche konzentriert an:

"Ich ärgere mich nicht mehr, sondern fokussiere auf das, was mir wichtig ist. Dadurch bin ich viel entspannter und handlungsfähiger und bekomme/erreiche viel öfter das, was ich brauche, was mir wichtig ist. Die Beziehung zu meinem Mann und zu Eltern, Geschwistern hat sich verbessert. Auch unseren schwierigen Konflikt mit meinem Ex-Chef konnte ich klären und berfliche Konflikte im Vorfeld deeskalieren (unter Kollegen, zwischen Chef/Kollegin). Wenn mir etwas nicht gefällt, dann bin ich viel mutiger und kompetenter, das anzusprechen. Da erspare ich mir Magenschmerzen und schlaflose Nächte. Mein Leben ist intensiver, lebendiger und sinnerfüllter geworden" (FB 53).

Eine weitere Veränderung, die angesprochen wird, ist eine neue Form von Selbstbewusstsein und Selbstverständnis - im Sinne einer bewussten Selbst-Positionierung, und zwar in direkter Verbindung mit einem veränderten Selbstbild und veränderten Sichtweisen. In einer Gruppendiskussion zu diesem Thema berichteten die Teilnehmenden, dass sie ihre Selbstsicherheit und ihr Selbstbewusstsein wesentlich höher einschätzen als vor der Beschäftigung mit der Gewaltfreien Kommunikation. Ihre Selbstachtung sei gestiegen und sie erleben sich und ihr Handeln kongruenter und authentischer. [...]
Im Interview gab eine Trainerin an, dass sie sich drei Jahre intensiv mit der Gewaltfreien Kommunikation und dadurch mit eigenen Bedürfnissen und Werten auseinandergesetzt und in dieser Zeit einem umfangreichen persönlichen Entwicklungsprozess erlebt habe. Nach den drei Jahren sei sie nicht mehr derselbe Mensch wie zuvor gewesen, ihr Selbstverständnis habe sich komplett verändert.

 

AUS DEM INHALT


Wissenschaftstheoretische Positionierung und Forschungsdesign
Quantitatives und qualitatives Paradigma
Theoretische Positionen im Vorfeld der Gewaltfreien Kommunikation
Grenzen des freien Handelns - Bourdieus Konzept vom Habitus
Habitus, Feld und Kapital
Dynamik des sprachlichen Feldes
Das Feld der Kompetenzen
Kompetenz als relationales Verhältnis

Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation
Definition und Ziel der Gewaltfreien Kommunikation
Das Vier-Schritte-Modell der Gewaltfreien Kommunikation
Die erste Komponente: Beobachtung/Wahrnehmung
Die zweite Komponente: Gefühle
Die dritte Komponente: Bedürfnisse
Die vierte Komponente: Bitte
Die Macht der Empathie

Gewaltfreie Kommunikation als relationale Kompetenz
Schritt eins: Wahrnehmungs- und Differenzierungskompetenz
Beschreibung von Wahrnehmung statt Bewertung
Komponenten der Wahrnehmungs- und Differenzierungskompetenz
Schritt zwei: emotionale Kompetenz
Basisemotion, Sekundäremotion und Pseudoemotion
Verschiedene Konzepte emotionaler Kompetenz
Die Förderung der emotionalen Kompetenz durch die GFK
Schritt drei: Bedürfniskenntnis als Voraussetzung motivationaler Kompetenz
Die Förderung einer motivationalen Kompetenz durch die GFK
Komponenten motivationaler Kompetenz
Schritt vier als variable Strategiekompetenz
Vom Bedürfnis zur Bitte
Bitten im beruflichen Kontext
Komponenten einer variablen Strategiekompetenz
Die vier Schritte der GFK als relationale Kompetenz

Empirischer Teil
Ausgewählte Aspekte der empirischen Untersuchung
Beweggründe, um sich mit der GFK zu beschäftigen
Wesentliche Veränderungen der Befragten
Kollektives Lernen in interaktionalen Räumen
Ergänzende Aspekte: Scham, Beratung, Geschlecht und Kognition
Salutogenese und Gewaltfreie Kommunikation
Salutogenese vs. Pathogenese
Empirische Erhebung: Sense of Coherence
Der Prozess der GFK als Weg der Salutogenese
Gewaltfreie Kommunikation und sozialer Wandel

Zusammenfassende Analyse und kritische Aspekte
Zusammenfassende Analyse relationaler und sozialer Kompetenz
Kritische Aspekte der Gewaltfreien Kommunikation


Anzahl:

Diesen Artikel haben wir am Freitag, 23. November 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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