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Mama, was schreist du so laut?

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Art.Nr.: JV-766
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Hahn, Britta
Mama, was schreist du so laut?
Wut in Gelassenheit verwandeln. Erfahrungen mit der GFK bei unwillkürlichem Handeln und Fühlen

1. Auflage, 2010.12.10
144 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-766-X

Eltern wünschen sich einen liebe- und respektvollen Umgang mit ihren Kindern ... Und dann passiert es völlig unerwartet und ganz unwillkürlich: Schreien und Schimpfen, weil Kinder und Eltern anders handeln als erwünscht. Die Emotionen kochen hoch, alle guten Vorsätze sind vergessen. Eltern und die Gesellschaft sind empört über die Kinder – die Kinder sind empört über ihre Eltern. Unwillkürliches Handeln und Fühlen begleiten den Menschen; die Vernunft hat da wenig zu melden. Die Autorin veranschaulicht, wie diese Mechanismen in uns zustande kommen. Sie zeigt auf, wie in fünf Schritten in ruhigen Minuten der Konzentration Wut in Gelassenheit verwandelt werden kann. Erst wenn Eltern mit dem Unwillkürlichen kooperieren, statt es zu bekämpfen, kann gleichwertiges Zusammenleben gelingen.

 

LESEPROBE

 
Das unerwünschte unwillkürliche Verhalten

Sehnsucht nach wertschätzender Kommunikation
Eltern wenden die Gewaltfreie Kommunikation an und haben Kontakt zu einer Haltung von Wertschätzung und Achtung vor dem Leben, wie es Albert Schweitzer ausdrückte: "Ich bin Leben inmitten von Leben, das auch leben will." Diese Eltern haben sich bewusst entschieden, einen wertschätzenden und achtsamen Umgang mit ihren Kindern pflegen zu wollen. Möglicherweise verstehen sie dies auch als einen Beitrag für den Frieden in dieser Welt.

Trotzdem sagen sie: "Ich verstehe zwar die Gewaltfreie Kommunikation (GFK), aber ich bin viel zu impulsiv. Häufig kann ich die Erkenntnisse der GFK einfach nicht umsetzen."

In der Vorstellungsrunde eines Elternkurses antworten die meisten Eltern, die die GFK kennenlernen wollen, auf die Frage, weshalb sie teilnehmen: "Ich bin unglücklich, wir schreien uns in unserer Familie an. Das entspricht nicht meinen Vorstellungen, wie ich mit meinen Kindern zusammenleben will. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Ich habe schon alles probiert und leide furchtbar darunter, da weder die Kinder noch ich uns wohl fühlen. Wegen der kleinsten Kleinigkeiten schreie ich sie an und sie zurück. Wieso können wir uns nicht normal miteinander verständigen?"

Nach so einer Vorstellungsrunde breitet sich eine gewisse Erleichterung unter den Eltern aus: Sie sind nicht die einzigen mit dieser Erfahrung. Das Schreien scheint fast "normal" zu sein. Und trotzdem tragen Eltern weiterhin eine große Sehnsucht in sich, in einer wohlwollenden Atmosphäre mit ihren Kindern zusammenleben zu können. Schreien wollen sie nicht grundsätzlich ablehnen, eine gewisse Leidenschaft darf schon sein, aber Schreien bei jeder Gelegenheit und mit einem Inhalt, den sie ablehnen, das soll nicht mehr sein.

Manche Eltern werden wütend und reagieren gegenüber ihren Kindern schreiend, sogar mit einem Klaps oder heftigen Schlägen, um kurze Zeit später zu bereuen, was sie ihnen angetan haben. Obwohl sie ihre Kinder lieben und sich nie im Traum hätten vorstellen können, dass so etwas passiert, ist ES da: "Ich liebe doch mein Kind, wieso habe ich es so angeschrien? Ich verstehe nicht, was in mich gefahren ist. Natürlich habe ich mich entschuldigt, aber am liebsten wäre mir, ich könnte vorher merken, dass ich etwas tue, was ich eigentlich nicht möchte. ES passiert einfach so."

Und wenn ES geschah, verzweifeln diese Eltern. Noch infiziert von der bisherigen Logik unserer Kultur, es gäbe bessere und noch bessere Menschen, verfallen sie dann fast automatisch in eine Selbstabwertung und fangen sogar an zu zweifeln, ob sie die richtigen Eltern für ihre Kinder sein können.

Welche Kraft ist ES, von der Eltern sagen: "Es ist einfach passiert, ich konnte ES nicht kontrollieren"?
In der Hypnotherapie nach Milton Erickson wird diese ES-Kraft "unwillkürlich" genannt, bestehend aus Prozessen, die spontan, schnell und wie unkontrollierbar ablaufen.

Es gibt unwillkürliche Prozesse, die erwünscht sind: Beim Autofahren trainiert der Schüler in den Fahrstunden, alle bewusst wahrgenommenen Begebenheiten gleichzeitig zu kontrollieren, mit dem Ziel, sich sicher im Auto fortzubewegen. Erst wenn er die Fußgänger sieht, im richtigen Augenblick in den Rückspiegel schaut und gleichzeitig die Schalt-, Brems- und Kuppelungsvorgänge so automatisch ablaufen, dass er nicht mehr darüber nachdenken muss, was er als nächstes tun wird, dann fährt ES sich wie von selbst.

Es gibt unwillkürliche Prozesse, die unerwünscht sind: Wer Fahrradfahren mit einer Rücktrittbremse gelernt hat und auf ein Fahrrad mit Handbremse umsteigt, wird möglicherweise mehrfach aus Gewohnheit beim gewollten Bremsen unwillkürlich den Rücktritt betätigen, um zu bemerken, dass dieser an dem neuen Fahrrad nicht funktioniert. Wahrscheinlich wird er nach mehrfachen "Fehltritten" umlernen und bald unwillkürlich nur noch die Handbremse benutzen.

Unwillkürliche Prozesse vereinfachen das Leben, weil nicht bewusst nachgedacht werden muss, welcher nächste Bewegungsschritt zu folgen hat. Automatische Bewegungsmuster können zu einem späteren Zeitpunkt sinnlos sein, wenn sich die Umwelt geändert hat. Das Fahrrad hat jetzt eine Handbremse und bei einem Freilauf braucht es keinen Rücktritt. Trotzdem werden wir, wenn wir den Rücktritt gewohnt sind, ihn mehrfach beim Bremsen ungewollt anwenden. Es braucht eine gewisse Zeit, bis wir diese Gewohnheit aufgeben und stattdessen die Handbremse benutzen.

Unwillkürlich heißt nicht unbedingt unbewusst. Es ist den Eltern ja gerade bewusst, dass sie ihre Kinder in einer für sie ablehnenden Weise behandeln, die sie nicht willkürlich gewählt haben. Üblicherweise wird diesen Eltern empfohlen, sie sollen sich zusammenreißen und sich mehr anstrengen, ein Verhalten zu entwickeln, hinter dem sie stehen können. Das Problem ist aber gerade, dass diese Eltern an sich selber den gleichen Anspruch stellen und verzweifelt sind, wenn sie registrieren, dass trotz aller Anstrengung ES wiederholt passiert. Dies ist der Moment, wo sie Hilfe suchen, weil sie sich ihr unwillkürliches Verhalten, das sie bewusst erleben, nicht erklären können.

 

AUS DEM INHALT

 
1. Das unerwünschte unwillkürliche Verhalten
1.1 Sehnsucht nach wertschätzender Kommunikation
1.1.1 "Ich schreie ungewollt"
1.1.2 Nicht Ich, ES tut dies und jenes
1.2 Ein kurzer Blick ins Gehirn
1.2.1 Das Gehirn und sein Aufbau
1.2.2 Das "Funktionieren" im Gehirn
1.2.3 Das Mittelhirn
1.2.4 Der Mandelkern
1.3 Unwillkürliche Reaktionen
1.3.1 Die Ohren lang ziehen
1.3.2 Auslöser für unwillkürliches Fühlen
1.4 Veränderung ist möglich
1.4.1 Wenn wir weiter "versagen"
1.4.2 Selbstanklage oder -annahme
1.4.3 Mit den Kindern bedauern
1.4.4 Grenzen der Selbstheilung
1.4.5 Die Wirklichkeit, die wir uns erschaffen

2. Fünf Schritte zum inneren verletzten Kind
2.1 Schritt 1: Beobachtung
2.2 Schritt 2: Gefühl
2.3 Schritt 3: Empfindung im Körper
2.4 Schritt 4: Sich etwas einfallen lassen
2.5 Schritt 5: Empathie fürs Kind
2.6 Was passiert im Gehirn bei Empathie?
2.7 Grundannahmen für tragende Beziehungen

3. Die heilende Kraft der Empathie
3.1 Autonomie und Zugehörigkeit in der Balance
3.1.1 Schuhe müssen geputzt werden
3.1.2 "Ich kann nichts für deine Gefühle ..."
3.2 Autonomie, Respekt und die Pflichten im Leben
3.2.1 "Du könntest es mal besser machen!"
3.2.2 Holzstapeln!
3.3 Mit Respekt und Achtung erfüllt sich das Bedürfnis nach Liebe
3.3.1 "Rede freundlich mit deiner Mutter!"
3.3.2 Welche Entscheidung treffe ich?
3.4 Unter der Wut kann Liebe schlummern
3.4.1 "So darfst du nicht mit mir reden!"
3.4.2 Mathematik-Hausaufgaben
3.5 Gehorsam und Autonomie sind wie Feuer und Wasser
3.5.1 Nein sagen dürfen
3.5.2 Zum Nein sagen ermutigen
3.6 Ruhe und Liebe sind wie vollkommene Harmonie
3.6.1 "Kannst du nicht endlich schlafen, du Monster!"
3.6.2 Schlaf Kindlein, schlaf´!
3.7 Empathie bei unerfüllten Bedürfnissen
3.7.1 Der Service am Morgen, bitte sofort!
3.7.2 Kannst du schnell mal helfen?
3.8 Lernen und sich weiterentwickeln ohne Angst
3.8.1 Die liebe Hausarbeit!
3.8.2 Trotz Risiko sich trauen
3.9 Sehnsucht nach Harmonie
3.9.1 "Sie schreit nicht, sie quietscht!"
3.9.2 Der Geschwisterstreit
3.10 Empathie für traurige Kinder
3.10.1 Mein Kind soll glücklich sein!
3.10.2 Der tote Hase

4. Kulturwechsel
4.1 Vom Gehorsam zur Freiwilligkeit
4.2 Spiegelneurone
4.3 Hierarchisches oder gleichwertiges Zusammenleben?
4.4 Glückliche Kinder
4.5 Glückliche Partnerschaft
4.6 Wer führt uns in die nächste Kultur?

Anzahl:

Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 27. November 2012 in unseren Katalog aufgenommen.

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